'Teamarbeit SchnittSchutz' ist die Methode zur Übertragung einer erhöhten Sensibilisierung auf den Arbeitsplatz.
Aktivierung ist die höchste Form der Sensibilisierung.
Die TeamAktion SchnittSchutz verfolgt die Strategie, scharfe Kanten aufzuspüren (Schritt 1), in ihrer Gefährdung einzuschätzen (Schritt 2) und schrittweise Lösungen zu erarbeiten (Schritt 3), die dann zu einem Verbesserungsvorschlag führen. Wie immer beim Vorschlagswesen muss die Idee wirtschaftlich umsetzbar sein. Bei zwangsläufigen Schnittkanten des Produktionsprozesses ist es Ziel, das Handling zu verbessern.
Es werden Mitarbeiter erfasst, die sich sonst nicht beteiligen.
Jedes Teammitglied ist aufgefordert, bis zum verabredeten Termin möglichst viele Schnittkanten (mindestens eine) aufzuspüren (ganz egal wie gefährlich).
In einer ca. 4 Wochen Sammelphase reflektiert sich,
mit welchen scharfkantigen Teilen umgegangen wird.
Für jede gefundene Schnittkante wird eine SchnittSchutz-Sammelkarte ausgefüllt und im Sammelfeld angeheftet. Jedem Spielplan "TeamAktion SchnittSchutz" werden ausreichend SchnittSchutz-Sammelkarten beigefügt sein. Risiken, die sofort entschärft werden können, werden auch sofort beseitigt . Um die Aktion zu registrieren, werden sie dennoch auf der Karte notiert.
Entstehen bereits Ideen, die Sicherheit zu erhöhen, werden sie auf der Karte vermerkt.
Aufgedeckte 'extrem gefährliche' Kanten dürfen nicht länger unbeachtet bleiben. Sicherheitsbeauftragte verfügen über 'ZuScharf-Aufkleber'. Sie dienen als optische Warnung. Die Sicherheitsbeauftragten bilden einen ersten Filter bezüglich der Sinnhaftigkeit.
Sicherheitsbeauftragte sind in ihrer Rolle und Funktion eingebunden.
Mit dem SchnittSchutz-Thermometer wird der Gefährdungsgrad beurteilt. Innerhalb von 4 Wochen werden in Teamsitzungen, in Einzel- oder Gruppengesprächen die SchnittSchutz-Sammelkarten abgearbeitet. Bewertet wird das Schnittrisiko (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß) durch die Einschätzung eines jeden Teammitglieds. Sollte dies nicht möglich sein, wird abgestimmt. Durch Anheften der SchnittSchutz-Sammelkarte auf dem Thermometer dokumentiert die Gruppe das Ergebnis. Die Gradzahl wird auf der SchnittSchutz-Sammelkarte eingetragen.
Durch Diskussion wird Konsens angestrebt.
Die SchnittSchutz-Sammelkarte mit der gefährlichsten Kante wird zuerst vom "SchnittSchutz-Thermometer" abgenommen und auf die Drehscheibe des SchnittSchutz-Roulettes geheftet. Durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn wird geprüft, welche Idee realisiert werden kann.
Schnittkanten an Werkzeugen müssen in der Regel sein (besseres Handling suchen).
Schnittkanten an Maschinen und Transportmitteln sind in der Regel überflüssig (entfernen).
Schnittkanten am Produkt sind nur schwer beeinflussbar (Handling).
Bei entsprechenden Gelegenheiten werden über 4 Wochen alle Karten genutzt.