Schraubwerkzeug
Mit dem Werkzeug abrutschen.
Vom Werkzeug abrutschen.
Verletzungen im Umgang mit "Werkzeugen" (Handwerkzeug, Schraubwerkzeug) sind immer ein Gefahrenherd. Die Aktionen setzen einen Impuls, dass Mitarbeiter die Werkzeuge mit mehr Vorsicht und Respekt handhaben.
Wählen Sie aus verschiedenen Veranstaltungsformaten oder lassen Sie sich passendes Veranstaltungskonzept zusammenstellen.




Vom Werkzeug abrutschen oder mit dem Werkzeug abrutschen, sind wesentliche Gefahren für die Hände. Ölige Maschinenteile und Werkzeuge oder Handschuhe, führen bei großem Kraftaufwand und entsprechend hohe Kraftwirkung dazu, dass die abrutschende Hand vor anderen Gegenstände prallt. Platzwunden sind das Ergebnis. Böse Folgen entstehen ebenfalls, wenn aus einem unsicheren Stand heraus, durch die plötzliche und unkontrollierte Kraftfreisetzung das Gleichgewicht verloren wird.
Betroffen sind Kollegen aus der Instandhaltung oder Mitarbeiter die kleinere Justierungen selber vornehmen oder Handhabungen in heimischen Hobbykeller.
Sicherheitsgerechtes Verhalten bei kleinen Selbstverständlichkeiten, die man entweder in der Berufsausbildung gelernt hat oder sich in Selbsterkenntnis beigebracht hat oder irgendwie immer gemacht hat ohne darüber nachzudenken.
Steht ein Maul- und ein Ringsschlüssel zur Verfügung: "Mit welchem Werkzeug wird gekontert und mit welchem wird gedreht?" Eine solch banale Frage haben sich in vielen Fällen selbst alte Hasen noch nie gestellt. So wie die Werkzeuge zufällig in die Hand fallen, wird gearbeitet.
Verrostete Gewinde, übergestrichene Schraubenköpfe oder Einbauten die nur unter Körperverdrehung bearbeitet werden können, sind das Ergebnis wenig vorausschauender Arbeitsplanungen und mangelnder Arbeitsvorbereitung. Selbstverständlich kann man der Fremdfirma, welche die Rohre farblich kennzeichnet auftragen, die Schraubköpfe mit Plastikkappen zu schützen. Voraussetzung ist, bei der Auftragsvergabe und bei der Durchführungskontrolle vorauszuschauen, dass irgendwann Reparaturen fällig werden und die Kollegen meist unter widrigen Haltungen arbeiten müssen. Zudem verteuert das Aufbringen von Schutzkappen den Arbeitsaufwand. Die Instandhalter müssen mit den Ergebnissen umgehen (lernen). Wie kann organisatorisch sichergestellt werden, dass jedwede zukünftigen Planungen eventuelle Reparaturarbeiten berücksichtigen?
Der Maschinen-, Anlagen oder Leitungsplaner kann möglicherweise nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden, weil er sich bei Eintritt eines Schadens eventuellnicht mehr in dieser Funktion befindet. Ein guter Maschinenbauer schließt wahrscheinlich aus, dass seine Planungen irgendwann einmal geändert werden müssen oder einem natürlichen Verschleiß unterliegen. Anders ist nicht zu erklären, warum manche Einbauten in engen Räumen oder nur mit Haltungen oder völlig unzugänglich ausgefüllt sind.
Selbst in Unternehmen mit bester Werkzeugausstattung werden bei entsprechender Vertrauensbasis selbst gebastelte Werkzeuge, gefährliche Verlängerungen, geköpfte Maulschlüssel, umgeschmiedete Zangen oder angeschweißte Imbusschlüssel usw. mit einem geheimnisvollen aber überlegenen Schmunzeln offenbart. Offiziell gibt es natürlich so etwas nicht. "Geht doch gar nicht anders!"
In der Regel sind alle Instandhalter angewiesen, alle Arbeiten in Ruhe aber zügig und korrekt durchzuführen. Unter normalen Umständen sollte dies auch möglich sein. Das Rückendeckung gegeben wird, ist eine wichtige Vorussetzung um eventuelle Ansprüche abwehren zu können. Dennoch wird Stress ausgelöst, wenn die dritte oder vierte Person im Laufe der Zeit vorbeikommt und nachfragt: "Wann läuft das denn wieder?" oder wenn im Prozess der Reparaturarbeiten das dritte oder vierte Mal das Handy mit einer neuen Anforderung klingelt: "Wann können Sie den bei uns sein?"
Diese Aussagen sind jedem Instandhalter bzw. jedem
Mitarbeiter der Instandhaltung schon mal begegnet:
"Nur ganz kurz mal eben.";
"Ist nicht viel zu tun.";
"Dafür lohnt kein Gerüst stellen";
"Hubwagen anfordern ist zu teuer";
"Das dauert viel zu lange.";
"Nehmen wir mal schnell die lange Leiter."
In jeder dieser Aussagen lauert eine Gefahr.