Schnittverletzungen vermeiden
"Schnittverletzungen" sind vermehrt in Unternehmen der Blechverarbeitung anzutreffen.
Labore, Kantinenbetriebe sowie alle Unternehmensbereiche, in denen die Handhabung von Messerwerkzeugen Standard ist, zählen ebenfalls zu einem erhöhten Gefährdungsbereich.
Sie greifen auf über 50 Anwendungen der
erlebnispädagogischen Konzepte zurück.
Schnittverletzungen stehen in der blechverarbeitenden Industrie an herausragende Position. Dort wo mit Messern geöffnet wird, wird seit Jahren mit den unterschiedlichsten Sicherheitsmessern, Messerformen und Schnitttechniken laboriert. Trotz aller Bemühungen das Kartoffelmesser auszumerzen und/oder risikoarme Bewegungsabläufe zu trainieren, kommt es dennoch immer wieder zu kritischen Situationen und Ereignissen.
Entsprechend der Funktion der Unfallpyramide gehen die meisten Schnitte nur kurz unter die Haut. Die Lebenserfahrung besagt, dass so ein 'kleiner Ritze' nach kurzer Zeit wieder verheilt ist. (Wer eine Katze zuhause hat...) Selbstverständlich kommt es vor, dass eine kleine Wunde sich entzündet und zu Ausfalltagen führt. Einer Überdramatisierung durch berufsmäßige Übertreibungen kann zwar nicht widersprochen werden, birgt aber die Gefahr sich unglaubwürdig zu machen. In der Wahrnehmung und Bewertung der meisten Menschenist ein kleiner Schnitt nicht so tragisch (geringes Schadensausmaß).
Der Bewegungsablauf, der zu einer winzigen Schnittwunde führt, ist der gleiche wie der, der einen Muskel oder eine Sehne durchtrennt. Allerdings ist die Eintrittswahrscheinlichkeit eines schweren Schadens in der Wahrnehmung der Mitarbeiter eher gering (was ja mit der Unfallpyramide übereinstimmt).
Geht aber der Respekt verloren, steigt die Wahrscheinlichkeit eines schlimmeren Schnittunfalls. Der empfundene Respekt steuert die Aufmerksamkeit und die Konzentration.
Scharfe Kanten und Gegenstände werden benötigt. Ein stumpfes Messer kann gefährlicher sein als ein scharfer Gegenstand. Nicht das Anfassen als solches, sondern nur das Abgleiten entlang einer scharfen Kante führt zu einer Schnittwunde. erst diese Erkenntnis führt dazu, kritische Situationen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Es kann eine Beinahunfall Meldung erfolgen, der Mitarbeiter kann darüber nachdenken, ob der Bewegungsablauf verlangsamt werden kann oder ob ein Abstand und eine Reaktionszeit eingeplant wird.
Wer immer mal wieder schneiden muss, benötigt Bewältigungsstrategien in der Messerführung oder in sonstigen Bewältigungsstrategien. derBewegungsablauf beim schneiden, bei der Ausführung eines Schnittes vom Körper weg, muss in Alltagshandeln integriert werden.
Gelingt eine Beteiligung der Mitarbeiter, bei der Suche nach Beinahunfällen durch Schnittgefahren, ist dadurch eine frühzeitige Risikoerkennung und eine Bewältigung schon fast integriert. Ein Riss in der Arbeitskleidung kann auf einen verbesserungswürdigen Tatbestand hinweisen. Ein kleiner Schmerz beim Einreiben von Desinfektionsmitteln, zeigt selbst kleinste Wunden an.
"Ich kann mit den Schutzhandschuhen nicht arbeiten, Schutzhandschuhe behindern beim Arbeiten." sind häufiger Aussagen und Ausreden. Die unterschiedlichen Eigenschaften einer Vielzahl von Handschuhen erschwert die richtige Wahl und die Handhabbarkeit. Das Training auch feingliedrige Arbeiten mit Schutzhandschuhen auszuführen, erfordert ein wenig Geduld. Die Akzeptanz von Handschuhen, auch schnittfesten Handschuhen steigt aber mit der Anzahl positiver Anwendungen.
Die Aufbewahrung von Schneidwerkzeugen oder scharfer Gegenstände jeglicher Art ist ebenfalls ein verbesserungswürdiger Tatbestand. So wieein Messerblock in der Küche, sorgen Ordnungssysteme in Schubladen dafür, dass ein sorgloses hinein greifen nicht zu Schnittverletzungen führt.

Bitte wählen Sie ein Format!
Das effektivste Angebot im Bereich "Schnittverletzungen" ist die Kampagne. Über einen Zeitraum von 3 Monaten werden Ihre Führungskräfte und Mitarbeiter auf Gefahrenquellen von Schnittverletzungen sensibilisiert, Verbesserungen angeregt und eine Umbruchstimmung einleitet.
Planen Sie einen Arbeitsschutztag, einen Safety Day, eine Safety Week oder ähnliche gleichbedeutende Formate, nutzen Sie bitte unser Knowhow im Bereich AktionsTag. Ein Parcours aus wahlweise 5 oder 10 Stationen wird in Ihrem Unternehmen aufgebaut und kann in kleinen Gruppen mit fachkundiger Moderation begangen werden.
Ein RisikoDialog ist unser Unterweisungsmodul. In Seminaren vermitteln wir Methoden, wie Führungskräfte Sicherheitskurzgespräche mit Mitarbeitern führen und eine Akzeptanz von Regeln und Maßnahmen erhalten.